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Anhaltende Trockenheit setzt Karlsruher Wald zu – Brandgefahr nach langer Trockenzeit

Karlsruhe (red) – Egal wo man gerade hinschaut: Überall setzt die Hitze der vergangenen Wochen der Natur mächtig zu. Fast täglich werden großflächige Wald- und Flächenbrände gemeldet. Die Feuerwehr scheint im Dauereinsatz zu sein. Auch die heimischen Waldbäume leiden unter den Hitzetagen und langen Trockenperioden ohne nennenswerte Niederschläge. Im Juli fielen in Karlsruhe bisher nur vier Millimeter Regen pro Quadratmeter – insgesamt fiel 2022 bisher nur halb so viel Regen wie im Vorjahr, teilt die Stadt nun mit.

Forstamtsleiter Ulrich Kienzler sorgt sich daher um den Stadtwald. “Wer mit offenen Augen durch den Wald geht, sieht ausgetrocknete Gräben, trockengefallene Feuchtwälder wie im Elfmorgenbruch, von Trockenrissen durchzogene Waldböden, viel zu früh abfallende Blätter bis hin zu Bäumen, die ganz ausgetrocknet und abgestorben sind.” Selbst auf Waldwegen verursachten Fahrräder Staubfahnen, die nicht zu übersehen seien.

Mit dem Abwerfen ihrer Blätter schützen sich die Bäume vor zu hoher Verdunstung von Wasser. Ein Mechanismus, der aber nur über begrenzte Zeiträume wirkt. Ist es zu lange trocken, kann der Baum kein Wasser mehr über seine Leitbahnen zu den Blättern transportieren, heißt es in der Mitteilung weiter. In der Folge sterben zunächst die höchsten Baumteile ab, irgendwann auch der gesamte Baum. Vor allem Jungbäume, die noch nicht über tiefreichende Wurzeln verfügen, leiden extrem unter der Trockenheit.

Eine weitere Folge der langanhaltenden Trockenperiode ist die akut sehr hohe Waldbrandgefahr. Kienzler weist deshalb erneut auf das vom 1. März bis zum 31. Oktober geltende generelle Rauchverbot im Wald hin. Bis auf Weiteres sind auch alle Grillstellen im Wald im Stadtgebiet wegen der hohen Waldbrandgefahr geschlossen, teilt die Stadt weiter mit. Leider werde die vom Forstamt angebrachte Beschilderung an den Grillstellen häufig missachtet, zerstört oder entwendet, sodass Grillfans fälschlicherweise vom erlaubten Grillen ausgingen.

Das Verbot gelte selbstverständlich auch für mitgebrachte Grills oder Einmalgrills. Ein gemütliches Picknick sei aber weiterhin an allen Grillstellen erlaubt.

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